|
Die Schulleitung des Gymnasiums Villa Elisabeth in Wildau hatte uns,
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, zu einem Vortrag mit
an- schließender Diskussions- runde zum Thema "60 Jahre Israel"
eingeladen. Gast war Prof. Dr. Joseph Kostiner, Wissenschaftler an der
Universität Tel Aviv und Spezialist für die arabischen Staaten,
ebenso in den Geschichtswissenschaften und den Politischen
Wissenschaften zu Hause.
Ausgerüstet mit einem solch
breiten Wissen waren die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler an
den Vortragenden sehr hoch. Zu Beginn seiner Ausführungen schien es
so, als würde Prof. Kostiner durchaus den Erwartungen der
Schülerinnen und Schülern entsprechen und mit ihnen gemeinsam eine
Zeitreise durch die 60jährige Geschichte des Staates Israel
unternehmen. Um so
|
|

|
|
| Blumen für den
Gast. |
|
|
mehr, als dass er von Beginn betonte, nicht wie so
häufig üblich, mehr oder weniger chronologisch die Gesamtgeschichte
des jüdischen Staates zu präsentieren. Vielmehr legte Prof. Kostiner
Wert darauf, aus der Gegen- wartperspektive über besonders
einschneidende Ereignisse in der 60jährigen Geschichte des Staates
Israel zu berichten.
Einen besonderen Stellen- wert nahm
hierbei das |
|
gespalene Verhältnis zwischen der jüdischen und
palästinensischen Bevölkerung ein. Die Schülerinnen und Schüler
erhielten Einblick in die Hintergründe des Nahost-Konflikts, die
Entwicklung und Ausprägung der israelischen Demokratie sowie deren
Stärken und Schwächen.
Die Komplexität einer solchen Zeitreise wider- spiegelte sich an der
Vielzahl von Fragen, so z.B. |
|
|
nach dem Stellenwert den die vielen
jüdischen Zuwanderer aus Europa, Asien und Afrika für das
israelische Gemein- wesen und dessen Zusammenhalt haben.
Viele Fragen konnten auf Grund der knapp bemessenen Zeit nicht mehr
ausführlich diskutiert werden. Gerne hätten wir mehr erfahren, wie
Gleichaltrige heute in Israel leben, was sie in der Schule lernen und
welche beruflichen Möglich- keiten sich für sie nach Ende der
regulären Schul- ausbildung eröffnen. Auch hätten wir uns noch
einen breiteren Austausch zu den Perspektiven für die Lösung des
jahrzehntelangen Nahostkonflikts gewünscht.
Für uns ist klar, dass wir den Dialog zu den aufgeworfenen Fragen
innerhalb und außerhalb des Unterrichts fortsetzen und intensivieren
werden.
Anna-Luisa Paetz
Klasse 12a
Gymnasium Villa Elisabeth
|