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22.03.2008 / Königs Wusterhausen
Auf Zeitreise nach Israel
Informative Gesprächsrunde in der Villa Elisabeth mit einem sachkundigen Gast

Die Schulleitung des Gymnasiums Villa Elisabeth in Wildau hatte uns, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, zu einem Vortrag mit an- schließender Diskussions- runde zum Thema "60 Jahre Israel" eingeladen. Gast war Prof. Dr. Joseph Kostiner, Wissenschaftler an der Universität Tel Aviv und Spezialist für die arabischen Staaten, ebenso in den Geschichtswissenschaften und den Politischen Wissenschaften zu Hause.
Ausgerüstet mit einem solch
breiten Wissen waren die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler an den Vortragenden sehr hoch. Zu Beginn seiner Ausführungen schien es so, als würde Prof. Kostiner durchaus den Erwartungen der Schülerinnen und Schülern entsprechen und mit ihnen gemeinsam eine Zeitreise durch die 60jährige Geschichte des Staates Israel unternehmen.  Um   so 

Blumen für den Gast.

mehr, als dass er von Beginn betonte, nicht wie so häufig üblich, mehr oder weniger chronologisch die Gesamtgeschichte des jüdischen Staates zu präsentieren. Vielmehr legte Prof. Kostiner Wert darauf, aus der Gegen- wartperspektive über besonders einschneidende Ereignisse in der 60jährigen Geschichte des Staates Israel zu berichten.
Einen besonderen Stellen- wert   nahm   hierbei   das 

gespalene Verhältnis zwischen der jüdischen und palästinensischen Bevölkerung ein. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblick in die Hintergründe des Nahost-Konflikts, die Entwicklung und Ausprägung der israelischen Demokratie sowie deren Stärken und Schwächen.
Die Komplexität einer solchen Zeitreise wider- spiegelte sich an der Vielzahl von Fragen, so z.B.

nach dem Stellenwert den die vielen jüdischen Zuwanderer aus Europa, Asien und Afrika für das israelische Gemein- wesen und dessen Zusammenhalt haben.
Viele Fragen konnten auf Grund der knapp bemessenen Zeit nicht mehr ausführlich diskutiert werden. Gerne hätten wir mehr erfahren, wie Gleichaltrige heute in Israel leben, was sie in der Schule lernen und welche beruflichen Möglich- keiten sich für sie nach Ende der regulären Schul- ausbildung eröffnen. Auch hätten wir uns noch einen breiteren Austausch zu den Perspektiven für die Lösung des jahrzehntelangen Nahostkonflikts gewünscht.
Für uns ist klar, dass wir den Dialog zu den aufgeworfenen Fragen innerhalb und außerhalb des Unterrichts fortsetzen und intensivieren werden.
Anna-Luisa Paetz 
Klasse 12a
Gymnasium Villa Elisabeth

I
 

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