WILDAU Den ungewöhnlichsten
Part spielte wohl Eric am Donnerstagabend im Volkshaus Wildau. Der Zwölfjährige
musste in das Gewandt der "Königin der Nacht" schlüpfen
und mit kräftiger Stimme eine Frauenarie singen. "Das war ganz
komisch. Sobald ich das Kostüm anhatte, veränderte sich aber meine
Stimme wirklich", sagte der Schüler aus dem Wildauer Gymnasium
"Villa Elisabeth".
Die Schüler der Leistungsprofilklasse führten vor Eltern, Lehrern,
Nachbarn und Freunden das Singspiel "Die Zauberflöte" von
Mozart auf. Kindgemäß und mit viel Humor wurde die abenteuerliche
Geschichte von Prinz Tamino und seinem Gefährten Papageno erzählt.
Musiklehrer Tobias Wein hat das musikalisch sehr anspruchsvolle Stück
für die Aufführung im Volkshaus natürlich bearbeitet. "Ein
halbes Jahr anstrengende Arbeit liegt hinter uns", berichtet er.
Während die einen Schüler sangen und musizierten, malten und
zimmerten die anderen unter der Anleitung von Kunsterziehungslehrerin
Yasmina Zimdahl ein buntes Bühnenbild und nähten Kostüme. "Die
Schüler hatten sich selbst für dieses Stück entschieden, sich
vorher angeschaut und sich intensiv damit beschäftigt", so
Schulleiterin Sabine von Platen zum Werdegang.
Sie war an dem Abend sichtlich stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge
und lobte vorallem die musikalischen Begleiter Constance Grünes und
Nathanael Stietz an Klavier und Cello. Das Wildauer Gymnasium
beteiligt sich an der bundesweiten Aktion "365 Orte der
Ideen" und will am 26. März das Singspiel für Besucher in der
Aula der Schule aufführen. Auch Kontakte zum Seniorenheim in Wildau
sind geknüpft worden. Dort soll demnächst eine weitere Zauberflöten-Aufführung
stattfinden. usch