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Wildau (hv).
Das Gymnasium Villa Elisabeth und die Stiftung Neue Synagoge
Berlin-Centrum Judaicum haben in der vergangenen Woche einen Kooperationsvertrag unterschrieben. "Um den Alltag jüdischer Menschen
besser zu verstehen, sollen die Schüler Projekte und Veranstaltungen zu
Lebensbildern und zur Geschichte jüdischer Menschen in der Region
durchführen", erklärte die Schulleiterin Sabine von Platen. Dabei
werden die Gymnasiasten auch gemeinsam mit dem Freundeskreis der
Friedenskirche Wildau auf die Spurensuche gehen.
Besuch der Synagoge
Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, lobte das
Vorhaben, das "seinesgleichen sucht". "Meine Mutter wurde
durch die Artistenfamilie Fiocci während der Nazizeit in Zeuthen gerettet.
Vielleicht findet Ihr auch darüber etwas raus", schlug Simon vor.
Schüler der Villa Elisabeth werden diese Woche die Synagoge in der
Oranienburger Straße in Berlin besuchen.
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| Schulleiterin
Sabine von Platen und der Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin,
Hermann Simon(2.v.l.), unterzeichneten einen Kooperationsvertrag.
Foto:Voigt |
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Dort werden sie in die Geschichte des
Hauses eingeführt und sich eine Ausstellung über Juden ansehen, die
sich im deutschen Fußball vor 1933 engagiert haben. Es ist auch
geplant, die 5. und 6. Klassen an das Judentum heranzuführen. Dies
wird über die Fest- und Feiertage erfolgen, wo wir auch jüdisch
kochen werden", so der verantwortliche Projektlehrer Jochen
Fleischhacker. Bürgermeister Uwe Malich begrüßte das Vorhaben. .Es
ist verdienstvoll, Lücken zu schließen. Unser Geschichts-bewusstsein
wird so verbessert", meinte der Bürgermeister Er nannte den
Schülern die Namen zweier ehemaliger Wildauer Bürger, bei denen die
"Spurensuche" beginnen könnte. Ziel der Kooperation ist es,
die Schüler für das Judentum, Toleranz und Hilfsbereitschaft noch
weiter zu sensibilisieren. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen
dokumentiert und veröffentlicht werden.
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