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Aus Wochenspiegel   
25.10.2006 / Brandenburg

Wildau (hv). 
Das Gymnasium Villa Elisabeth und die Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum haben in der vergangenen Woche einen Kooperationsvertrag unterschrieben. "Um den Alltag jüdischer Menschen besser zu verstehen, sollen die Schüler Projekte und Veranstaltungen zu Lebensbildern und zur Geschichte jüdischer Menschen in der Region durchführen", erklärte die Schulleiterin Sabine von Platen. Dabei werden die Gymnasiasten auch gemeinsam mit dem Freundeskreis der Friedenskirche Wildau auf die Spurensuche gehen.
Besuch der Synagoge
Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, lobte das Vorhaben, das "seinesgleichen sucht". "Meine Mutter wurde durch die Artistenfamilie Fiocci während der Nazizeit in Zeuthen gerettet. Vielleicht findet Ihr auch darüber etwas raus", schlug Simon vor. Schüler der Villa Elisabeth werden diese Woche die Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin besuchen. 

Schulleiterin Sabine von Platen und der Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, Hermann Simon(2.v.l.), unterzeichneten einen Kooperationsvertrag.                                                    Foto:Voigt

Dort werden sie in die Geschichte des Hauses eingeführt und sich eine Ausstellung über Juden ansehen, die sich im deutschen Fußball vor 1933 engagiert haben. Es ist auch geplant, die 5. und 6. Klassen an das Judentum heranzuführen. Dies wird über die Fest- und Feiertage erfolgen, wo wir auch jüdisch kochen werden", so der verantwortliche Projektlehrer Jochen Fleischhacker. Bürgermeister Uwe Malich begrüßte das Vorhaben. .Es ist verdienstvoll, Lücken zu schließen. Unser Geschichts-bewusstsein wird so verbessert", meinte der Bürgermeister Er nannte den Schülern die Namen zweier ehemaliger Wildauer Bürger, bei denen die "Spurensuche" beginnen könnte. Ziel der Kooperation ist es, die Schüler für das Judentum, Toleranz und Hilfsbereitschaft noch weiter zu sensibilisieren. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen dokumentiert und veröffentlicht werden.

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