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Aus Berliner Morgenpost  www.morgenpost.de  /Archiv
vom 8. Mai 2004

Morgenpost sucht den "Lehrer des Jahres"

Was zeichnet einen Lieblingslehrer aus? 
Vier Berliner Prominente erinnern sich an ihre Schulzeit

Jetzt sind all jene gefordert, die der Meinung sind, dass ihr Lieblingslehrer oder ihre Lieblingslehrerin ganz sicher nicht in die Kategorie "herzloser Pauker" fällt. Die Berliner Morgenpost sucht zum zweiten Mal nach dem "Lehrer des Jahres".

Gesucht werden die zwei besten Lehrer in den Kategorien Oberschule und Grundschule. Und die sollen sich nicht nur durch besonderen Einsatz im Unterricht auszeichnen, sondern zudem bewiesen haben, dass sie sich auch außerhalb des Schulgebäudes für ihre Schüler interessieren.

Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 220 Schüler für ihren jeweiligen Lieblingspädagogen stark gemacht. Tatsächlich lohnt es sich auch, bei der Wahl mitzumachen: Auf die Gewinner warten jeweils 500 Euro für die Klassenkasse. Wir sammeln noch bis zum 21. Mai Vorschläge. Dann wird eine Jury die Gewinner küren.

alma
Meine Grundschullehrerin Frau Eberhard habe ich richtig geliebt, sagt Schauspielerin Adele Landauer, "sie war eine Mischung aus Warmherzigkeit und Kompetenz." Zur Schule in Halle an der Saale sei sie sehr gern gegangen. "Ich war ein Kind mit vielen Begabungen und wurde manchmal ausgegrenzt, aber Frau Eberhard schaffte es immer wieder, mich zu integrieren."

alma
Der Berliner Feldhockey-Weltmeister Tibor Weißenborn ging auf die Privatschule Villa Elisabeth in Eichwalde (jetzt Wildau). Sein Lieblingslehrer war Dr. Hartmut Schellong, der Biologie unterrichtete. "Er hat viel Verständnis für den Sport gezeigt", erinnert sich der heute 23-Jährige, der häufig wegen des Trainings fehlte. Sein Lehrer habe aber darauf geachtet, dass er trotzdem im Stoff mitgekommen sei.

bg
Meine Lieblingslehrerin war Fräulein Galler, die mich in der Grundschule in Kreuzberg unterrichtete", sagt die ehemalige Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John. "Ich hatte immer den Eindruck, dass sie jedes Kind im Blick hatte, und dabei waren wir 35 bis 40 Schüler." Sie werde ihr ein Leben lang dafür dankbar sein, dass sie ihren Eltern geraten habe, sie aufs Gymnasium zu schicken.

alma
Er war ein ganz konservativer alter Herr, der mit Anzug und Krawatte zum Unterricht kam", sagt Alice Brauner über ihren Lieblingslehrer Dr. Schmid. Im Schweizer Internat "Institut auf dem Rosenberg" in St. Gallen unterrichtete er Deutsch und Geschichte. "Ich mochte ihn, weil er wirkliche Geschichten erzählte und nicht nur Daten aneinander reihte. Es war, als ob wir bei den Punischen Kriegen dabei gewesen wären. Dr. Schmid war aber auch sehr analytisch und versuchte immer zu erklären, warum Dinge passiert sind. Er hat mich dazu gebracht, später an der Freien Universität Geschichte zu studieren."

pop
Aus der Berliner Morgenpost vom 8. Mai 2004

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