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26.03.2008
Gäste aus dem fernen
Osten
Austausch Partnerschaft mit chinesischer Schule unterzeichnet
WILDAU Drei Vertreter der chinesischen Schule „Fujian Jinjiang
Zijiang“ haben gestern das Gymnasium Villa Elisabeth in Wildau
besucht. Die Schulen besiegelten ihre Partnerschaft. Ein
Kooperationsvertrag wurde unterzeichnet. In Wildau haben bereits 36
chinesische Schüler ihr Abitur gemacht. „Vorher lernten sie ein Jahr
lang intensiv Deutsch“, erklärt Ines Mertin, die
Oberstufenkoordinatorin der Villa Elisabeth.
Durch die Partnerschaft sollen nun auch
deutsche Schüler nach China reisen können. Bis jetzt besuchten nur
zwei Jugendliche privat das Land. Eine davon ist Anica Nagel. Die
19-Jährige lernt seit drei Jahren Chinesisch in der Schul-AG. Letzten
Sommer machte sie ein dreiwöchiges Praktikum beim weltweit größten
Magnesiumförderer in China. „Dort habe ich gemerkt, wie schön es
ist, wenn man eine Sprache fließend beherrscht. Das hat mich motiviert“,
sagt sie. „Ich möchte außerdem nach dem Abitur Wirtschaft studieren
und glaube, dass man Chinesisch dabei gut brauchen kann.“
Für den Schulleiter Huang Jingchen und
seine beiden Kollegen war es nicht einfach, nach Deutschland zu reisen.
„Seit Mai musste der Besuch immer wieder verlegt werden. Es ist sehr
umständlich, die Visa zu bekommen“, sagt die Koordinatorin Mertin.
Der Grund ist, dass viele Besucher aus
China ihre Aufenthaltsgenehmigung überziehen. Deswegen vergibt das
Konsulat die Visa nur nach langer und eingehender Prüfung. „Das
macht es natürlich für uns umso komplizierter, so eine Partnerschaft
aufzubauen“, sagt Mertin. „Aber ich denke, wenn wir dran bleiben
und die Austausche öfter stattfinden, dann wird es einfacher. Man muss
sich sozusagen erst einmal einen guten Namen bei den Konsulaten machen“,
sagt die Koordinatorin. Holger Köhler, Leiter im Büro des
Schulträgers, hält es für realistisch, dass im nächsten Jahr
Schüler nach China reisen können. „Wir versuchen, Sponsoren zu
finden. Schließlich ist schon alleine der Flug sehr teuer.“ kyr
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