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Geschichte

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 Schuljahr 2009/2010
Schülerprojekt am Gymnasium Villa Elisabeth

 

Prof. Dr. Johanna Wanka übernimmt die Schirmherrschaft über die
Wanderausstellung
Juden im Untergrund und ihre Helfer

18.09.2009 

Juden im Untergrund und ihre Helfer
Marie Jalowicz, verh. Simon (1922-1998): Ich musste in die "Illegalität"

In den zurückliegenden drei Schuljahren setzten sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Villa Elisabeth unter der Leitung von Dr. Fleischhacker mit der Frage auseinander, wie es Juden während der nationalsozialistischen Herrschaft gelang, der Deportation zu entkommen und unterzutauchen. Vor Beginn der Deportation 1941/42 ca. 160.000 Juden in Deutschland, davon 73.000 Juden in Berlin. In Berlin gingen etwa 5000 bis 7000 Juden in den Untergrund. Zu ihnen zählte auch Marie Jalowicz.
Das Schülerprojekt geht nun in seine Endphase, der Konzipierung und Umsetzung einer Wanderausstellung. Die Ausstellung wird sich mit ausgewählten Lebensausschnitten von Marie Jalowicz als junge Zwangsarbeiterin in den Siemens Wernerwerke Berlin - Spandau beschäftigen. Im Spätsommer 1941 entschied sich Marie unterzutauchen und sich damit der NS-Herrschaft zu widersetzen. In Zeuthen kam ihr dabei die Artisten Familie Fiochi zur Hilfe. Das Projekt zeichnet nach, wie es Marie gelang, bei der Zeuthener Artistenfamilie Fiochi unterzutauchen. Marie konnte durch die Aufnahme bei den Fiochi's überleben. Für die Artistenfamilie bedeutete der Unterschlupf, den sie Marie gewährten, ein höchstgefährliches Unterfangen.
Das Projekt zeigt auch den Mut von Marie Jalowicz, sich der Diffamierung und Ausgrenzung zu widersetzen.
Das Schülerprojekt ist ein Bestandteil des Kooperationsvertrages zwischen der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum, und dem Gymnasium Villa Elisabeth.
Die Projektschüler freuen sich besonders über die Zusage der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka die Schirmherrschaft über die Wanderausstellung zu übernehmen.
Gemeinsam mit Dr. Fleischhacker hatten wir kürzlich die Gelegenheit, Frau Ministerin Wanka in einem Gespräch über die Ausstellungskonzeption und deren gestalterische Umsetzung zu informieren. Frau Ministerin Wanka zeigte sich außerordentlich interessiert an dem Ausstellungsvorhaben und sagte ihre Unterstützung zu. Als Dank für das Engagement überreichten wir Frau Ministerin Wanka ein bildnerisches Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von einer Schülerin unseres Gymnasiums.

Gregor Schäfer, 13a

 

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