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RoboCup und Elli 2 in Magdeburg
Vom 15. 4. 2010 bis zum 18. 4. 2010 fand
in Magdeburg auf dem Messegelände der Wettkampf "Robocup Junior
German Open" statt. Dieser Wettkampf besteht aus drei
unterschiedlichen Kategorien, nämlich RoboRescue, RoboDance und
RoboSoccer.
Wir, die Mannschaft unseres Gymnasiums Villa Elisabeth, nahmen in der
Kategorie RoboRescue teil.
In dieser Kategorie muss der Roboter mehrere Räume durchqueren, und
anschließend ein Objekt - das "Opfer" - in eine Ecke des
letzten Raumes verschieben. Das alles erfolgreich zu absolvieren ist
nicht so leicht, wie es klingt, da viele Sensoren sehr anfällig für
die in den Räumen auftretenden Störungen sind.
Die Anreise der Mannschaften erfolgte Mittwochabend, die gesamte
Veranstaltung wurde am Donnerstagmorgen um 10 Uhr durch den
Organisator dieses Wettbewerbes, die Fraunhofer-Gesellschaft,
eröffnet. Dabei waren ebenfalls der Rektor der Technischen
Universität Magdeburg, der Bürgermeister der Stadt Magdeburg und der
Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt.
Wir hatten uns den Großteil der Osterferien lang intensiv auf diesen
Wettbewerb vorbereitet, programmiert und gebaut, aber wir waren nicht
im Geringsten darauf vorbereitet, wie das Ganze endgültig aussehen
oder gar funktionieren würde. Denn im Gegensatz zum ersten Wettbewerb
First Lego League, an dem wir im ersten Halbjahr dieses Schuljahres
erfolgreich teilgenommen hatten, werden beim RoboCup nur die
prinzipiellen Abläufe bekannt gegeben. Der genaue Kurs, der vom
Roboter zu verfolgen ist, ist genauso wenig wie die Größe, die Lage
und die Art der Hindernisse vorher bekannt. Zudem wird für jeden Lauf
dieses neu festgelegt.
Den Tag der ersten Vorrunde verbrachten wir hauptsächlich mit
Probieren und dem Anpassen des Programms für den Roboter. Leider
stand für alle Teilnehmer nur eine Übungsarena zur Verfügung. Das
waren für uns 50 andere Mannschaften, die dasselbe vorhatten wie wir.
Die Probeläufe stimmten uns nicht sehr optimistisch, da überhaupt
nichts an unserem Programm in der Realität zu funktionieren schien.
Auch der Wettkampflauf war sehr ernüchternd: Elli 2 kehrte einfach
zum Ausgangspunkt zurück, und war nicht mehr dazu zu bewegen, noch
einmal zu starten. Selbst am Abend wurde weiterhin probiert, das
eigentlich fertige Programm an die vorgefundenen Gegebenheiten
anzupassen.
Am Freitagmorgen waren wir
dementsprechend überrascht, dass wir dennoch nicht auf einem letzten
Platz gelandet waren. Andere hatten anscheinend noch mehr Probleme als
wir. Die Devise lautete also: "Nicht aufgeben! Teilnahme ist
alles." Trotzdem waren wir nicht sehr erfreut, nach jeder
erfolgreichen Behebung des einen Problems mindestens ein anderes
auftauchte. War wiederum dieses behoben, funktionierte etwas anderes
nicht mehr. Auch den zweiten Vorrundenlauf am Freitag brachten wir
mehr schlecht als recht zu Ende. Ebenfalls an diesem Abend wurde
weiter probiert und umprogrammiert. Letztendlich entschieden wir uns,
alles daran zu setzen, den ersten Raum zu durchqueren, das Ausweichen
bei einem stehenden Hindernis, das Bewältigen der Rampe oder gar das
Erfassen des "Opfers" wurde nebensächlich.
Am Samstag fand die letzte Vorrunde und damit unser letzter Lauf
statt. Auf weiteres Probieren und Umprogrammieren wurde verzichtet.
Trotzdem zeigten die Bemühungen vom Freitagabend ihre Wirkung: Elli 2
durchquerte nicht nur den ersten Raum, sondern schaffte es sogar durch
den Korridor in den zweiten Raum zu gelangen und war damit
erfolgreicher als in jedem anderen Lauf.
Die Ergebnisse waren für uns überraschend, insbesondere das Ergebnis
der dritten Runde. Alles in allem belegten wir Rang 33 von 51
gestarteten Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet. Aus unserer
Sicht ein sehr gutes Ergebnis, vor allem vor dem Hintergrund der
geschilderten Probleme. Außerdem wissen wir nun sehr genau, was bei
einer erneuten Teilnahme beachtet werden muss.
Dimiter Holm
Kl. 8b
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