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First Lego League und Elli´s Sieg
Als wir uns am Morgen des 7. November
2009 vor dem Motorola-Gebäude in Berlin trafen, ahnte noch keiner von
uns, dass wir am Ende dieses Regionalwettbewerb-tages der First Lego
League mit einem Pokal nach Hause gehen würden.
Der Anfang war auch alles andere als viel versprechend: unsere
Teilnehmerkarten waren nicht da und wir konnten erst nach einer
Überprüfung der Teilnehmerliste hinein. Zumindest hatte man für uns
einen Tisch reserviert.
Erstmal schauten wir uns die Wettbewerbstische an und probierten
unseren Roboter "Elli 1" aus. So richtig sicher, dass
"Elli 1" mit allen Programmen und wir mit dem An- und
Abbauen der verschieden Werkzeuge klarkommen, waren wir uns nicht.
Sehr viel Zeit zum Üben blieb nicht - schließlich wollte jede der
neun Mannschaften vor Wettbewerbsbeginn noch mal etwas ausprobieren.
So kam der Start - "Elli 1" startete gleich im ersten Lauf
des Wettbewerbes - schnell heran. Zufrieden waren wir mit den ersten
beiden Fahrten überhaupt nicht. Mal reichten die zweieinhalb Minuten
nicht aus, dauerten die Umbauten länger als gedacht oder der Roboter
blieb hängen, dann wieder wurde in der Aufregung das falsche Programm
gestartet. Um so größer war deshalb unsere Überraschung, als nach
der ersten Vorrunde die Zwischenergebnisse auf dem Bildschirm
erschienen: "Elli 1" lag auf dem zweiten Platz! Gleich
hinter dem großen Favoriten "CaroAces". Die anderen hatten
wohl mindestens genauso viele Probleme wie wir. Also überlegten wir
und probierten und probten… Die Kommentare anderer stimmten mit
unserem Eindruck überein: bei der Probe ging alles glatt - nur im
Wettkampf-Lauf lief es nicht so wie gehofft. Und trotzdem gehörten
wir dann zu den vier Mannschaften des Halbfinales. Die Spannung wuchs
und wuchs. Obwohl auch dieser Lauf - der schon besser war als
vorherige Läufe - alles andere als perfekt war, wir schafften es ins
Finale! Die "CaroAces" waren plötzlich hinter uns auf Platz
3 zurückgefallen.
Jetzt hatte jede der beiden Finalmannschaften zwei Läufe zu
absolvieren. Der erste war perfekt, unsere beiden Jungs am Start
hatten alles im Griff und "Elli 1" hatte eine halbe Minute
vor Ablauf der Zeit den Endpunkt erreicht. Sollten wir es riskieren
und für den letzten Lauf noch ein kleines Programm mehr ablaufen
lassen? Noch 10 Punkte mehr erreichen? Warum nicht, den zweiten Platz
konnte uns doch keiner mehr nehmen. Es klappte und der Jubel war
riesengroß! Auch wenn wir das Endergebnis noch nicht kannten: wir
hatten es als Neueinsteiger und entgegen unserer eigenen Erwartungen
schließlich bis ins Finale geschafft!
Doch noch war der Wettbewerb nicht zu Ende. Wir hatten außerdem die
Ergebnisse des Forschungsauftrages zu präsentieren - wir erzählten
der Jury in Form eines kleinen Sketches über unseren Vorschlag der
Einrichtung eines Bus-Shuttle-Services, mit dessen Hilfe die Anzahl
privater Autofahrten verringert werden kann, somit die Umwelt geschont
und die Schüler trotzdem bequem und schnell zur Schule und zurück
kommen könnten. In einem Teamworkspiel sollten wir zeigen, dass wir
eine Mannschaft sind und gut zusammen arbeiten können. Zwischendurch
kamen einige Jurymitglieder immer mal wieder an unseren Tisch und
fragten uns aus: zur Programmierung des Roboters, warum wir den
Roboter so und nicht anders gebaut haben und so weiter. Alles wurde
bewertet.
Insgesamt kam unsere Mannschaft in der Gesamtwertung am Ende auf Platz
3, was ein tolles Ergebnis für einen Neueinsteiger wie uns ist. Nicht
zu vergessen natürlich das grandiose Finale des eigentlichen
Roboterwettbewerbes.
Nach langem Warten auf die Jury erfuhren wir nämlich auch das
Endergebnis der beiden Finalläufe: wir hatten 670 Punkte erreicht,
170 Punkte mehr als der Zweitplatzierte! Wir hatten den Pokal im
"robot game" gewonnen!
Erschöpft aber sehr glücklich fuhren wir alle nach Hause.
Wir werden im nächsten Jahr wieder an der First Lego League
teilnehmen - schließlich wissen wir jetzt auch was noch zu verbessern
ist. In der Zwischenzeit wollen wir neue Mitglieder werben, uns mit
dem Roboterbau und der Programmierung beschäftigen, vielleicht an
einem anderen Roboterwettbewerb teilnehmen, uns einen kleinen
Wettstreit mit anderen Mannschaften liefern - Verabredungen dazu gibt
es bereits - und unseren kleinen Lego-Roboter beim "Tag der
offenen Tür" vorstellen.
Dimiter Holm
Juri Holm
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